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BMW
International Open 2010 präsentiert bestes Teilnehmerfeld aller Zeiten
Kaymer hat schwachen Start in Runde
eins
mit 71 Schlägen liegt er derzeit
auf dem geteilten Rang 56
Erste
Runde, Interview mit Martin Kaymer, 71 (-1). „Ich habe heute viele
Fehler gemacht“.
Herr Kaymer, gestern haben Sie sich sehr optimistisch gezeigt. Jetzt
kommen Sie mit eins unter Par zurück ins Klubhaus. Keine ideale Runde?
Martin Kaymer: Ich habe heute gute Schläge gemacht, aber leider
auch einige sehr schlechte. An der Bahn 18 zum Beispiel, einem an sich
recht einfachen Par 5, habe ich einen Bogey gespielt. Auch Dreiputts
waren dabei. Eins unter Par ist keine sehr gute Runde auf diesem
Golfplatz, zumal es heute viele Birdiechancen gab, die Fahnen nicht
schwer gesteckt waren und die Grüns weich. Ich habe einfach viele Fehler
gemacht.
Was ist bei diesen Bedingungen möglich?
Kaymer: Es kommt bestimmt noch einer, der acht, neun unter
spielt.
Werden Sie deshalb jetzt noch trainieren gehen?
Kaymer: Nein, ich gehe erst mal nach Hause gehen und schlafen.
Thema Fußball, natürlich. Haben Sie das Spiel gestern gesehen oder
waren Sie nach Ihrer Anreise aus den USA noch zu müde?
Kaymer: Ich hab’s gesehen. Eigentlich hatte ich 3:1 für
Deutschland getippt, aber das 1:0 hat ja auch gereicht.
Jetzt geht es gegen England. Gab es schon erste verbale Scharmützel
mit den englischen Kollegen?
Kaymer: Bis jetzt hat sich die Gelegenheit noch nicht ergeben.
Aber morgen und übermorgen wird da bestimmt noch einiges auf mich
zukommen.
Sie haben vor kurzem Ihren Caddie gewechselt. Was waren die Gründe?
Und wie würden Sie Ihren neuen Caddie beschreiben?
Kaymer: Ich habe mit meinem ehemaligen Caddie etwas länger als
zwei Jahre zusammen gearbeitet. Da war es einfach an der Zeit, mal einen
Wechsel vorzunehmen und neue Motivation zu schöpfen. Der Neue (Craig
Conolly, d. Red.) hat erst auf der LPGA Tour gearbeitet, dann acht Jahre
auf der European Tour und der PGA Tour, mit Spielern wie Colin
Montgomerie oder Paul Casey. Ein sehr sympathischer Kerl. Er ist
Schotte. Es ist sehr lustig mit ihm auf dem Platz, und er hat sehr viel
Erfahrung.
Wie lange spüren Sie den Jetlang, wenn Sie aus Amerika nach Europa
kommen?
Kaymer: Normalerweise nur zwei Tage. Aber diese hier ist keine
normale Woche für mich, weil ich sehr viel außerhalb des Golfplatzes zu
tun habe.
Gestern waren Sie als Erster auf dem Golfplatz, weil Sie nicht mehr
schlafen konnten. Haben Sie letzte Nacht besser geschlafen?
Kaymer: Ich war heute immer noch sehr müde. Meine Schläge gingen
auch nicht so weit wie normalerweise. Insbesondere die zweiten neun
Löcher waren sehr anstrengend. Ich habe gemerkt, wie ich mich vor jedem
Schlag zusammenreißen musste, um nicht die Konzentration zu verlieren.
Ich werde mich jetzt erholen. Und morgen habe ich ja eine späte
Startzeit.
Sie haben einen sehr dichten Terminplan in den nächsten Wochen.
Kommen sie da nur wegen Sponsorenverpflichtungen hierher?
Kaymer: Nein, schließlich ist das hier das einzige deutsche
Turnier. Ich will mir, erstens, meinen Titel zurückholen. Und, zweitens,
mal in Deutschland ein bisschen Golf spielen. Es ist wichtig, dass mich
die deutschen Zuschauer, Freunde und Fans auch mal zu sehen bekommen.l
zu sehen bekommen.
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