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Weltklassefeld


bei der Mercedes-Benz Championship

James Kingston gewinnt nach Stechen

 


Pulheim – Die Entscheidung bei der Mercedes-Benz Championship 2009 fiel in der „Verlängerung“. Nachdem James Kingston (Südafrika) und Anders Hansen (Dänemark) vor 12.800 Zuschauern im Golf Club Gut Lärchenhof, Pulheim, nach vier Runden das gleiche Ergebnis von 275 Schlägen (13 unter Par) aufwiesen, war ein Stechen um den Sieg nötig. Mit einem Par auf dem ersten Extraloch sicherte sich Kingston den Pokal und 320.000 Euro Preisgeld. „Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl dieses Turnier zu gewinnen. Mein erster Sieg war zu Hause in Südafrika, dieser zweite hier in Pulheim ist für mich persönlich noch wertvoller!“ Hansen benötigte einen Schlag mehr und kann sich als Zweitplatzierter mit einem Scheck in Höhe von 220.000 Euro trösten.

Die Führenden nach der zweiten bzw. dritten Runde Sören Hansen (Dänemark) und Peter Hanson (Schweden) mussten sich nach 276 Schlägen (-12) mit Simon Dyson (England) den dritten Rang teilen. Dahinter folgten mit jeweils 278 Schlägen (-10) Henrik Stenson (Schweden) und Anthony Wall (England).

Bernhard Langer, der Veranstalter des Turniers (Bild rechts mit dem Sieger James Kingston),  spielte am Finaltag seine beste Runde. Vier Birdies und kein Bogey ergaben am Ende eine 68 (vier unter Par). „Heute habe ich besseres Golf gespielt und auch meinen Schwung wieder gefunden. Leider sind einige Putts nicht gefallen, sonst wäre sogar eine 65 oder sogar 64 möglich gewesen.“

Alex Cejka (München) war am Ende zufrieden mit dem Ergebnis und der Platzierung: „Es ist immer schön, ein Turnier unter den Top-Ten zu beenden.“ 280 Schläge (-8) machten dies möglich. Einen Schlag mehr benötigte Marcel Siem (Ratingen), dem am Sonntag das Glück fehlte: „Ich habe zwei Abschläge verzogen und beide Bälle landeten im Gebüsch, wo ich nicht weiterspielen konnte. Trotzdem habe ich hier in Pulheim mit das beste Golf dieser Saison gespielt und das lässt mich für die weiteren Turniere hoffen“. Zunächst muss er eine zweiwöchige Pause einlegen um eine Schulterverletzung auszukurieren.

Der vierte Deutsche im Feld, der 23-Jährige Florian Fritsch belegte mit 291 Schlägen (+3) den 60. Rang. Eine bessere Platzierung vergab er durch einige unnötige Fehler zum Ende der Runde. Er war aber stolz erstmals in einem Turnier mit Bernhard Langer und Trevor Immelman (Südafrika) auf die Runde gehen zu können.
Die Mercedes-Benz Championship 2009 war das letzte Turnier unter diesem Namen. Die Veranstalter Bernhard und Erwin Langer bestätigten am Sonntag Gespräche mit interessierten Unternehmen zu führen. Es werde aber sicher noch einige Wochen dauern, ehe eine Entscheidung fallen wird. Auf eine Fortsetzung des Turniers hoffen in erster Linie die Spieler, die sich auf der Anlage in Pulheim sehr wohl fühlen und auch die Kulisse – in diesem Jahr kamen insgesamt rund 45.000 Besucher- sehr schätzen.