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Golfen im ländlichen Bad Birnbach
Bad Birnbach "das ländliche Bad" bildet zusammen mit Bad Griesbach
und Bad Füssing das „niederbayerische Bäderdreieck“.
Für Golfer ist dieses
Gebiet im südöstlichen Niederbayern, zwischen Donau, Rott und Inn, das sonst
kaum einer kennt, längst kein Niemandsland mehr.
Als der Rechtsanwalt Alois
Hartl Mitte der 70er Jahre damit begann in Bad Griesbach Golfplätze zu bauen,
hielten ihn einige seiner Zeitgenossen für verrückt. Inzwischen gibt es dort
zehn Golfplätze und die größte Golfschule der Welt.
Ein Zentrum von
„GolfBayern“ ist entstanden.
Weniger bekannt ist bei Golfern bisher Bad Birnbach, ebenfalls im Rottal,
nur 10 km westlich davon gelegen.
Dort pulsiert seit über 30 Jahren unermüdlich dampfend heißes
Thermalwasser aus den Tiefen des Urgesteins.

Bad Birnbach hat sich in der deutschen
Bäderlandschaft als „Das ländliche Bad“ einen Namen gemacht und liegt im Ranking
der bayerischen Bäder nach eigenen Angaben heute auf Platz fünf. Ein Prädikat,
das verpflichtet.
Die Birnbacher sind besonders stolz darauf, dass trotz der erfolgreichen
Entwicklung als Kurbad ihr Kirchturm der höchste Punkt im Dorf geblieben ist.
Inmitten dieser Harmonie sprudelt das bis zu 70 Grad Celsius heiße, heilende
Thermalwasser in 31 Thermalbecken der Rottal Terme.
In den zahlreichen
Außenbecken genießen die Gäste bei einer Badetemperatur von 26 bis 40 Grad
Celsius das ganze Jahr über den einzigartig schönen Ausblick auf die Rottauen im
Süden und die Hügellandschaft, die den Ort umgeben.
Als die Bayerische Mineralölindustrie AG 1939 bei Birnbach nach Erdöl bohrte
stieß man nur auf Thermalwasser, die Bohrung schüttete man auf Verfügung der
Reichsregierung wieder zu.
Ermutigt durch die Entdeckung der Thermalquellen von
Bad Füssing und Griesbach, wurde 1973 erneut nach dem Thermalwasser gebohrt, mit
Erfolg. Im September 1973 entdeckte man in 1.700 Metern Tiefe eine Thermalquelle.
Noch im gleichen Jahr wurde der Zweckverband Thermalbad Birnbach gegründet und
ein Jahr später erfolgte bereits die Grundsteinlegung für ein Kurmittelhaus im
Stil eines niederbayerischen Vierseithofes, dem vorherrschenden Baustil dieser
Gegend.
Die Eröffnung der Rottal Therme erfolgte im Juli 1976. 1979 wurde die Therme in
Birnbach als Heilquellenkurbetrieb anerkannt und bereits im Dezember konnte ein
Erweiterungsbau der Rottal Terme eröffnet werden.
Birnbach veränderte sein
Erscheinungsbild wesentlich, es entstand ein eigener Marktplatz, umgeben von
Geschäften mit Arkadengängen, ein neues Rathaus, Verkehrsamt und Postamt,
Hotels, Banken und Betriebe.
1984 wurde Birnbach zur Marktgemeinde erhoben, 1987
das Prädikat Bad verliehen.
Beim Training im Thermalwasser schöpfen Körper und Geist neue Kräfte, Herz- und
Kreislauffunktionen verbessern sich spürbar.
Die Wirkung des Heilwassers ist
wissenschaftlich verbrieft und vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von
Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen hervorragend geeignet.
"Nichts macht so
fit und gesund wie das Schwimmen und die Gymnastik im heilkräftigen Birnbacher
Wasser“, sagt Kurdirektor Viktor Gröll. Wärme und Auftrieb sind therapeutisch
wertvoll und helfen Gelenken wie Muskeln. Die Auftriebskraft des Wassers schont
die Gelenke, der Widerstand des Heilwassers fördert Kraft und Ausdauer und
harmonisiert die Bewegungsabläufe.
Im „neuen“ Vitarium mit seiner exklusiven Thermenwelt (ehemaliges Erholungsbad)
strahlt der 105 Meter lange, europaweit einzigartige Thermenbach nachts in allen
Farben.
Und wo könnte man Hitze, Dampf und Düfte besser genießen, als in der
Sauna-Erlebniswelt des Vitariums?
Bad Birnbach setzt aber nicht nur auf sein umfangreiches Bäderangebot, die
landschaftlichen Reize des Rottals wurden genutzt und mit einem umfangreichen
Wegenetz erschlossen.
Ein von ca. 80 km gut ausgeschildertes Wandergebiet steht
ebenso zur Verfügung wie der rund 50 km lange Nordic Walking & Laufpark.
In der
Rottaler Hügellandschaft finden alle Radler-Typen flache, aber auch
anspruchsvolle Touren mit Steigungen und langen Abfahrten auf gut ausgebauten,
verkehrsarmen Wegen und Straßen. Ein ideales Fitness Studio in freier Natur,
fernab vom Radtourismus.
Seit August 2007 gibt es auch einen 18 Löcher Golfplatz.
Golfpark „Bella Vista“
die jüngste Errungenschaft
der Marktgemeinde Bad Birnbach

"Wenn Sie am Abschlag stehen und hinunterschauen auf Bayerns erholsamstes
Urlaubsdorf, dann werden Sie verstehen, warum der Golfpark „Bella Vista“
heißt", sagt Bürgermeister Josef Hasenberger, der stolz ist auf seinen
kommunalen Golfpark,
obwohl er selber direkt am Golfplatz wohnt kann er wegen eines Handicaps nicht golfen.
Für Gäste die aus Pfarrkirchen anreisen ist der "Bella Vista-Platz" nicht zu
übersehen.
Noch etwas "nackt" sieht er aus, der neue Golfpark, obwohl dort
auf 68 ha rund 10.000 Bäume und Sträucher gepflanzt wurden.
Wo früher mit
schweren Maschinen einer mechanisierten Landwirtschaft Mais angebaut wurde und
Unmengen von Pestiziden und Herbiziden ausgebracht wurden, wächst heute ein kleines Paradies heran.
Die Natur kommt zurück.
Der Platz liegt auf 350 m Höhe, nur 700 m von der Rottal Therme und ein paar
Minuten vom Ortskern entfernt.
Die Anlage besteht aus einem 18-Löcher Platz,
einem 9-Löcher Kurzplatz, einer großzügigen Driving Range mit 40 Abschlagplätzen
(acht davon überdacht) und einer innovativen Spiel-Golf-Anlage.
Der anspruchsvolle 18 Löcher-Platz verfügt pro Loch über jeweils vier Abschläge,
Herren (weiß), Herren (gelb), Damen (blau) und Damen (rot). Loch 2, 6, 15 und 17
sind Par-fünf-Löcher, Loch 3, 8, 11 und 14 sind Par-drei-Löcher. Die Rundenlänge
liegt bei 5.000 bis 6.500 m.
Längstes Loch ist die 17, mit 478 m (von gelb).
Das Festuca Gras, das in Bad Birnbach ausgesät wurde, (und auch in St. Andrews,
Turnberry und Carnousti Verwendung findet) scheint sich in Niederbayern durchaus
wohl zu fühlen, denn die Fairways und schnellen Grüns waren bei unserer
Golfrunde in einem ausgezeichneten Zustand.
Überhaupt machte der Platz einen
ganz hervorragenden Eindruck.
Die unterschiedliche Form der Bahnen sowie die Größe, Modellierung und
Verteidigung der Grüns, sie machen den Platz spannend und erfordern mehr
Präzision als Länge. Fundamentalisten unter den Golfern dürften sich an der
zuweilen eigenwilligen Form der Bunker stören, die an Robert Trent Jones Sr.
erinnern und nicht so recht in die Landschaft passen.
Andere dürften sich daran
stören, dass es noch blinde Löcher gibt, was bei der Hügeligkeit des Platzes
nicht ganz zu vermeiden war.

Wer es sportlich mag kann den Platz gerne zu Fuß erobern. Allerdings besser mit
Rückenbag als mit Trolley, denn einige Wege sind lang und haben erhebliche
Höhenunterschiede.
Noch besser bedient sind Sie wenn Sie ein Golfcart mieten. Das sehen die
Platzbetreiber auch so und haben entsprechende Wege angelegt.
Um möglichst
vielen Golfern die Anmietung zu ermöglichen kostet das Golfcart nur 15.- Euro.
Das
Greenfee kostet für 18 Löcher
Mo-So, Feiertag 55.- Euro.
Text:
J. E. Metzger,
Fotos: Ingrid Metzger, Konrad Greineder
und Kurverwaltung Bad Birnbach
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