GOLFplus Kopf

Entfernungsmesser:

 

Kleine Helfer verbessern den Score


 

Seit Anfang 2008 sind Entfernungsmesser auch bei vorgabewirksamen Turnieren vom Deutschen Golfverband zugelassen. 95% der PGA-Tourspieler nutzen im Training bereits die kleinen Helfer zur Vorbereitung auf ihre Turniere. Auch die Zahl der Amateur-Golfer, die jetzt die erlaubte Hilfe nutzen, steigt und steigt .
Mit einem Entfernungsmesser als Weihnachts-Geschenk unterm Tannenbaum treffen Sie bei Golfern bestimmt ins Schwarze.


Viele Spieler glauben, es genüge die Entfernung von der Lage des Balles bis zum Ziel-Punkt zu kennen. Reicht diese einzige Information wirklich um einen guten Score zu spielen?
Oder könnten wir strategisch besser planen, wenn wir weitere Zusatzinformationen kennen würden? Es ist bestimmt einfacher die richtige Schlägerwahl zu treffen, wenn auch die genauen Entfernungen bis zu einem Hindernis, das den Flug des Balles behindern könnte, exakt bekannt sind. Oder die Kenntnis: Um über das Wasser zu kommen ist ein Schlag von mindestens 180 m notwendig.
Oder: Die Information, kommt schon nach 120 m oder erst 141 m ein Wasserhindernis ins Spiel. Das Wissen, wie breit ist das Wasserhindernis auf dem Weg zur Fahne. Wie weit ist es bis zur Baumgruppe am linken Fairway-Rand. Die genaue Lage und Ausmaß des Fairwaybunkers.
Solche Zusatz-Informationen können Ihr Spiel erleichtern und den Score positiv beeinflussen. Nicht umsonst vermessen selbst die PGA-Profis zusammen mit dem Caddy vor einem Turnier den Platz und erstellen sich einen individuellen, persönlichen Birdiemarker.
Gut ein Dutzend namhafter Hersteller bieten inzwischen den nützlichen Helfer in zahlreichen Modellen an. Im Grunde arbeiten dabei alle angebotenen Geräte entweder auf der Basis „Laser-Technologie“ oder sie nutzen die „GPS Technik“, die wir ja alle von den Navigationsgeräten unserer Autos kennen.
Ich möchte mich nicht grundsätzlich für die eine oder für die andere Technologie entscheiden. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile, die jeder Golfer für sich individuell bewerten muss.

Laser-Technologie

Vorteile:
+ Einfache Bedienung, durch nur einen Tastendruck.
+ Keine Englisch-Kenntnisse zum Verstehen der Bedienungs-Anleitung notwendig.
+ Gerät sofort benutzbar, keine Vorbereitungs-Arbeiten notwendig
+ Weltweit auf jeden Golf-Course einsetzbar
+ Keine Computerkenntnisse erforderlich.
+ Kein Daten update, somit auch kein PC mit Internetzugang erforderlich.

Nachteile:
+ Liefert nur die Entfernungs-Angaben, mit einer Toleranz von +/- 1 Meter)
+ Erfordert eine ruhige Hand um das gewählte Ziel genau zu erfassen.
+ Zeigt nur die direkte Entfernung zum Ziel (Tigerline)an, nicht die real verbleibende Schlaglänge bis zur Fahne,
   falls ein Wasserhindernis umspielt werden muss, oder die Spielbahn als Dogleg gestaltet ist.
+ Entfernung zum angepeilten Ziel muss vor jedem Schlag neu vermessen werden. Störend für die Konzentration aufs Spiel.


GPS-Technologie

Vorteile:
+ Zeigt neben der genauen Entfernung auch den detaillierten Verlauf der Spielbahn, sowie die Platzierung
   aller vorhandenen Hindernisse an.
+ Zum Abruf der Daten genügt jeweils ein Blick auf die LCD-Anzeige. Alle relevanten Daten werden vom Punkt
   der Ball-Lage exakt angezeigt.
+ Kein anvisieren des Zieles (Fahne) erforderlich.
+ Zeigt auf der Runde auch den Weg zum nächsten Tee.

Nachteile:
+ Kann nur bei Plätzen eingesetzt werden, für die GPS-Daten vorhanden sind. Zur Zeit sind dies je nach
   Anbieter ca. 18 000 Golfplätze weltweit.
+ Vor der Runde müssen die benötigten Golfplatzdaten über einen PC geladen werden (Kosten).
+ Nach Angaben der Hersteller werden vor einer Runde ca. 10 Minuten Zeit für die Justage des Gerätes,
  die Befestigung am Bag usw. benötigt.
+ Während der gesamten Runde muss stets darauf geachtet werden, dass das Gerät freien Sateliten-Empfang hat
   (Hersteller Forderung). Sie kennen die Probleme von dem Navigationsgerät ihres Autos z.B. bei der Fahrt durch eine dichte Allee.
+ EDV-Kenntnisse sind nicht nur wünschenswert, sondern erforderlich. Für die jüngeren Golfer meist kein Problem,
   aber für die große Zahl der Senioren-Golfer ohne PC, ein Fakt der berücksichtigt werden sollte.
+ PC mit Internetanschluss unbedingt erforderlich, zum Laden der jeweils benötigten GPS-Daten für die einzelnen Plätze.
+ Nicht für alle Plätze sind heute schon die GPS-Daten lieferbar.
+ Detaillierte Bedienungsanleitungen für die meisten Geräte gibt es oft nur in englischer Sprache.
   Daher sind Englisch-Kenntnisse unbedingt erforderlich.

Da der Anschaffungs-Preis beider Systeme in etwa identisch zwischen 300,- und 600,- Euro liegt, müssen vor der Kaufentscheidung, eventuelle Nachfolge-Kosten und die Prüfung, ob die benötigte PC-Ausstattung vorhanden ist, berücksichtigt werden.


GOLFplus hat ein Gerät, mit Laser-Technologie, in der Praxis ausprobiert:

Bushnell Tour V2


* Leistungmerkmale:
* Einfache Ein-Knopf-Bedienung
* PinSeeker* und Scan-Modus**
* Genauigkeit plus/minus 1 m
* 5fache Vergrößerung
* messbare Entfernungen 5 bis 915 m bis zu 275 m zur Fahne

Preis: 349,- EURO

*) PinSeeker- Mit diesem Modus erfassen Sie den Zielpunkt (Flagge), ohne dabei ungewollt die Entfernung zu Hintergrundobjekten zu messen. Werden mehrere Objekte erfasst, so wird von der Anzeige immer die Entfernung zum näher gelegenen Objekt angezeigt.

**) Scan-Funktion- Lassen Sie, mit dem Gerät am Auge, Ihren Blick über den Platz schweifen, so zeigt Ihnen das Gerät ständig die aktualisierte Entfernung zum anvisierten Ziel an.


Unsere Erfahrungen:
+ Handliches, leichtes Gerät mit einfacher Einknopf-Bedienen. Die Messergebnisse waren sehr zuverlässig und genau.
   Auch das Messen der Entfernung zu Hindernissen auf den Fairways war kein Problem.
+ Wir musste uns daran gewöhnen, dass immer nur die direkte Entfernung zum Zielpunkt gemessen wurde (Tigerline).
   Die reale Entfernung zur Fahne, falls diese nicht direkt angespielt werden konnte ( z.B. Dogleg) waren oft Länger.
+ Die Lösung: Strategische Zwischenziele, entsprechend der individuell erreichbaren Schlaglänge festlegen und vermessen.
+ Das größte Problem: Ein ruhiger Stand! Dieser, ist Voraussetzung, um ohne zu wackeln, den geplanten Zielpunkt
   exakt anzupeilen und zu vermessen.
+ Um, z.B. bei erhöhtem Puls, zu einem ruhigen Stand zu kommen, war es sinnvoll, die Arme leicht auf dem Bag aufstützen.

GOLFplus ist der Meinung: „Ein Entfernungsmesser, ist bestimmt eine sinnvolle Anschaffung, besonders für Golfer die 2009 eine Handicapverbesserung im Auge haben (und Wer hat das nicht?)“!
Ich hoffe wir können Ihnen dabei helfen, das für Sie richtige Produkt zu finden.

Weitere Infos:
www.bushnellgolf.com
 

 

Text: Klaus Pfeffermann
Foto: Bushnell
 


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